Archive for September, 2007

Erste Schauspielprobe

Tuesday, September 18th, 2007

Jetzt ist es langsam für mich an der Zeit auch mal das zu tun, was ein Regisseur so tut:

Schauspieler führen, Charaktere formen…

Bisher war für mich in dieser Richtung für Sinfonie eines Krieges wenig Zeit. Man hats halt nicht leicht als Producer-Drehbuchschreiber-Locationscout-Kostümschneider-undwasdanochsozutunwar.

Diesen Sonntag gibts jetzt eine erste Probe. Alle Schauspieler sind bestellt (zumindest die aus der näheren Umgebung). Die Turnhalle wird vorgeheizt, Brötchen geschmiert und die Stimmen werden geölt.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Probe verläuft.

Science-Fiction-Endzeit-Kriegs-Kurzfilm was soll denn das sein?

Monday, September 17th, 2007

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Ja, wir haben uns wirklich ein verdammt aufwändiges Genre ausgesucht.

Eine Synopsis:

Wir treten ein in eine Welt der nicht allzu fernen Zukunft, die sich nach einem schrecklichen Krieg völlig gewandelt hat.
Kampf und Leid sind Alltag.
Erziehung, Liebe, Familie, Zukunft sind Luxusgüter und den wenigen vorbehalten, die sich hinter hohen Mauern vor der restlichen Welt verstecken können. Diese neue Oberschicht bezahlt Söldnerheere um ihren Wohlstand zu verteidigen und eine Illusion von Geborgenheit aufrecht zu erhalten.
Der erklärte Todfeind der Söldner sind die Punks. Die Punks sind ein loser Verbund von paramilitärisch organisierten Widerständlern. Militante Anarchisten, Vertriebene und Verzweifelte. Fast keiner weiß mehr, für wen oder was er noch kämpft.
Die Kinder werden mit ständiger Propaganda auf die eine oder andere Seite gezogen und zum Kampf gedrillt.
Die wenigen Menschen, die nicht kämpfen, stehen zwischen den Fronten. Sie hassen die Punks und fürchten die Söldner.

Wir sehen das Geschehen aus der Sicht eines Heranwachsenden aus den Reihen der Punks, der sich mit 12 Jahren für den Kampf entscheidet.
Mit den Jahren erkennt er jedoch, dass sich dadurch nichts ändert oder gar verbessert. Fast ein Jahrzehnt später erinnert er sich wieder an den Satz eines alten Freundes:
“Du kannst dich jederzeit entscheiden, nicht mehr am Krieg teilzunehmen. Du änderst damit nichts an der Tatsache, dass der Krieg da ist - aber du bist kein Teil mehr von ihm.”
Mitten im Kampf legt er die Waffe nieder.

Es ist durchaus gewagt, einen so großen Film mit einem so kleinen Budget machen zu wollen.

Ich erwarte vor allem einen Film mit einer besonderen Stimmung.

Aus allen Winkeln trieft die Trostlosigkeit. Zivilisation? War mal! Friede? Was ist das? Hoffnung? Brauche ich nicht, ich lebe sowieso nicht lange genug.

Entsättigte Farben, unruhige Kamera, harte Licht-Schatten-Kontraste, brutale Umgebungen und müde, unwirkliche Charaktere…

Das wird “Sinfonie eines Krieges”

Rückblick auf die ersten Monate der Vorbereitung für Sinfonie eines Krieges

Monday, September 17th, 2007

17.09.2007

mein erster Gedanke, wenn ich an die letzten Monate zurückdenke ist: “Wow, war das anstrengend”. Und der Blick in die Zukunft sagt mir: “Das wird noch viel, viel schlimmer”

Aber da gibts ja so viel, was den ganzen Stress wett macht: Die vielen Leute, die sich mit Enthusiasmus an unser Projekt machen - die kleinen und mittlerweile auch größeren Erfolge, die wir erzielen und das bestimmte Gefühl, dass unser Film etwas ganz besonderes wird.

Was steckt doch für ein Riesenapparat hinter einem “nur” 12 Minuten langen Film.

Als kleines Anschauungsbeispiel nehme ich eine der Eingangssequenzen. Es ist nur eine Szene von vielen, aber allein der Aufwand für diese eine Szene macht klar, wie der Aufwand für den kompletten Film ist.

Die Idee: Söldner, die Killermaschinen der reichen Elite der 70er Jahre des 21. Jahrhunderts, marschieren imposant durch ein endzeitliches Gebiet. Die Umgebung soll wirken, als lebten hier seit Jahrzehnten keine Menschen mehr. Es sollen aber Reste einer Zivilisation vorhanden sein.

Das Drehbuch: 2.1. Söldnerintro

“Schwere Schritte auf Metall durchbrechen die Stille.

Zwei schwer bewaffnete Söldner schreiten mit schweren Schritten über eine verrostete Brücke über einen Fluss. Ein weiterer durchpflügt den Fluss unter der Brücke. Sie marschieren schweigend in eine Richtung. Alle tragen schwere Rüstung und Helme in flecktarn. Zwei der Soldaten sind männlich, die dritte weiblich. NDREAS, EKTOR und ARIA. Sie wirken nicht alarmiert, aber aufmerksam und schussbereit.”

Das Storyboard:

storyboard

Die Locationsuche: Eine verrostete Brücke, Wald, ein überwucherter Weg.

murr1 murr2

Die Requisiten: Söldnerklamotten, Waffen der Zukunft.

Rüstung1 Rüstung2Rüstung3rüstung4

Die Darsteller: 3 Söldner (eine Hauptrolle, 2 Nebenrollen)

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Die Ausrüstung: Kamera, Tonaufnahmeeinheit, Beleuchtung, Stromgenerator, Stative, jede Menge Kabel

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Die Crew: Kameramann, Kameraassistent, Mat-Assistent, Regie, Regieassistent, Oberbeleuchter, Beleuchter, Maske, Catering, Fahrer (ich hab sicher einige vergessen…)

All das muss schon lange VOR den Dreharbeiten organisiert werden.

Was dann noch kommt:

Der Dreh, der Schnitt, das Soundmastering, die Farbkorrektur, Die Musikkomposition undundund

UND DAS WAR NUR EINE SZENE…

Aber ich mache das ganze ja sehr gerne^^. Nur manchmal sehnt man sich nach einem kurzen Päuschen.

Willkommen

Tuesday, September 11th, 2007

Sinfonie eines Krieges

auf Volkers Shoot & Cut Blog: Sinfonie eines Krieges