17.09.2007
mein erster Gedanke, wenn ich an die letzten Monate zurückdenke ist: “Wow, war das anstrengend”. Und der Blick in die Zukunft sagt mir: “Das wird noch viel, viel schlimmer”
Aber da gibts ja so viel, was den ganzen Stress wett macht: Die vielen Leute, die sich mit Enthusiasmus an unser Projekt machen - die kleinen und mittlerweile auch größeren Erfolge, die wir erzielen und das bestimmte Gefühl, dass unser Film etwas ganz besonderes wird.
Was steckt doch für ein Riesenapparat hinter einem “nur” 12 Minuten langen Film.
Als kleines Anschauungsbeispiel nehme ich eine der Eingangssequenzen. Es ist nur eine Szene von vielen, aber allein der Aufwand für diese eine Szene macht klar, wie der Aufwand für den kompletten Film ist.
Die Idee: Söldner, die Killermaschinen der reichen Elite der 70er Jahre des 21. Jahrhunderts, marschieren imposant durch ein endzeitliches Gebiet. Die Umgebung soll wirken, als lebten hier seit Jahrzehnten keine Menschen mehr. Es sollen aber Reste einer Zivilisation vorhanden sein.
Das Drehbuch: 2.1. Söldnerintro
“Schwere Schritte auf Metall durchbrechen die Stille.
Zwei schwer bewaffnete Söldner schreiten mit schweren Schritten über eine verrostete Brücke über einen Fluss. Ein weiterer durchpflügt den Fluss unter der Brücke. Sie marschieren schweigend in eine Richtung. Alle tragen schwere Rüstung und Helme in flecktarn. Zwei der Soldaten sind männlich, die dritte weiblich. NDREAS, EKTOR und ARIA. Sie wirken nicht alarmiert, aber aufmerksam und schussbereit.”
Das Storyboard:

Die Locationsuche: Eine verrostete Brücke, Wald, ein überwucherter Weg.

Die Requisiten: Söldnerklamotten, Waffen der Zukunft.



Die Darsteller: 3 Söldner (eine Hauptrolle, 2 Nebenrollen)

Die Ausrüstung: Kamera, Tonaufnahmeeinheit, Beleuchtung, Stromgenerator, Stative, jede Menge Kabel




Die Crew: Kameramann, Kameraassistent, Mat-Assistent, Regie, Regieassistent, Oberbeleuchter, Beleuchter, Maske, Catering, Fahrer (ich hab sicher einige vergessen…)
All das muss schon lange VOR den Dreharbeiten organisiert werden.
Was dann noch kommt:
Der Dreh, der Schnitt, das Soundmastering, die Farbkorrektur, Die Musikkomposition undundund
UND DAS WAR NUR EINE SZENE…
Aber ich mache das ganze ja sehr gerne^^. Nur manchmal sehnt man sich nach einem kurzen Päuschen.