Archive for November, 2007
Erste Standbilder
Tuesday, November 13th, 2007Heute bin ich zum ersten Mal zum Einlesen der HDV-Kassetten in den Schnittcomputer gekommen. Nach dem verregneten Drehtag gestern war es richtig gemütlich nur am warmen Rechner sitzen zu müssen.
An dieser Stelle ist es wirklich einmal an der Zeit ein riesen Dankeschön an teamWERK. Die Filmproduktion auszusprechen. Von ihnen bekommen wir einen Löwenanteil des Equipments sowie die Möglichkeit die komplette Postproduktion dort mit professioneller Technik abzuwickeln. Ohne diese Hilfe, wäre unsere Produktion in ihrer jetzigen Form eigentlich garnicht möglich!
Hier sind ein paar erste Eindrücke vom Material. Es ist auf halbe Größe verringert (damit es wenigstens auf den Monitor passt…) und es wurde nicht nachbearbeitet. Farbkorrektur und andere Effekte fehlen also noch.
Ich bin jedenfalls immernoch beeindruckt von der Qualität der Bilder!
Was beim Umgang mit der HVR zu beachten ist!
Tuesday, November 6th, 2007Hier mal eine kurze Liste an Dingen, die ich unseren Nachfolgern mit der HVR weitergeben möchte!
- es wird nur EIN Akku mitgeliefert. Dazu muss ich eigentlich nichts sagen (es ist genaugenommen eine Sollbruchstelle in der Planung!) Kümmert euch um mindestens einen weiteren Akku, denn dann könnt ihr immer auf einem drehen und den anderen laden.
- das Stativ ist, wie bereits ein anderes Team festgestellt hatte, etwas wacklig. Und es ist nicht sehr groß.
- Das Schärferad ist in der Voreinstellung nicht linear. Das bedeutet, es zieht schnell oder langsam, je nachdem wie schnell der Assistent dreht. Das ist für schnelle Schärfeverlagerungen tödlich. In den Optionen kann man das Schärferad auf linear umstellen, (also vorher das Handbuch durchlesen!)
- Wenn ihr mit einem externen Tonmischer (SQN, Shure) arbeitet, denkt daran in den Kameraoptionen auf “Line” umzustellen, sonst ist der Ton unbrauchbar übersteuert.
Ich will damit nicht oberlehrerhaft wirken - manch einer wird sich jetzt denken: Tja, diese Fehler hätte ich nie gemacht.
Für alle anderen ist es denke ich ein sinnvoller Beginn für eine lange Checkliste, denn wer will zum Schluss ohne Ton dastehen?
Drehtag zwei - Kinderspiel, Treppenhaus und Razzia
Sunday, November 4th, 200704. November 2007, 07:30 Uhr, Steve klingelt an der Tür, ich liege noch im Bett. Vor gerade mal 4 Stunden hatte ich die Aufräumarbeiten des ersten Drehtags beendet, den Besen weggestellt und war tot ins Bett gefallen. Schnell aufgestanden, ab unter die Dusche und das Verladen der Technik beginnt. Mittlerweile ist auch Bernhard angekommen und das Beladen der beiden Autos geht zügig voran. Das Wetter ist für unsere Szenen optimal: Es ist komplett bedeckt, regnet aber nicht.
Um 08:30 Uhr fahren wir zunächst nach Stuttgart, um unseren Kameramann Lukas Hoffmann abzuholen, und von dort aus direkt zum Drehort in Schorndorf. Vielen Dank an den Verwalter der Anlage für die Dreherlaubnis und fürs Aufschließen und an alle Anlieger für die Akzeptanz unserer Arbeit! Besonderen Dank auch an das Team von Wühli Second Hand Textilien für die Erlaubnis unseren Cateringpavillon direkt auf ihrem Parkplatz aufzubauen und die spontane Aushilfe mit Klebeband!

Zum vereinbarten Treffpunkt um 09:30 Uhr sind alle pünktlich, doch dann der Worst-Case: Wir haben die kompletten Utensilien für die Maske vergessen! Berhard und ich machen uns auf den Weg zurück nach Vaihingen, während in Schorndorf der Technikaufbau und die Stellproben beginnen.
Um 11:15 Uhr sind wir zurück am Set. Mittlerweile steht der Cateringpavillon und das Frühstück hat begonnen.

Nachdem Markus Hettich seine markante Narbe erhalten hat und alle anderen ebenfalls drehfertig präpariert sind, geht es mit den Dreharbeiten los.
Heute ist der Anfang des Films an der Reihe. Der zwölfjährige Tom spielt mit einer Freundin und läuft in ein von Zivilisten bewohntes Haus. Von einem der oberen Stockwerke aus wird er Zeuge, wie Söldner eine unschuldige Zivilistin ermorden.
Mit Jenny Schönnagel und Nils Vogeley sind heute unsere jüngsten Schauspieler mit dabei. Mit Dominique Aref als sterbende Zivilistin und Markus Hettich als Anführer des Söldnertrupps sind auch die anderen Rollen optimal besetzt.
Drehtag eins - Schießstand, Waschraum und Unterricht
Saturday, November 3rd, 200703. November 2007, 07:00 Uhr, mein Wecker klingelt. Nach nicht einmal vier Stunden Schlaf ist er nun endlich da. Der Tag auf den wir die letzten Monate hingearbeitet haben und der uns die letzten Wochen durchgearbeitete Nächte beschert hat. Alleine nach dem gestrigen Tag wäre eigentlich ein langes Wochenende zum Ausschlafen und Ausspannen nötig gewesen!
Statt dessen ist frühes Aufstehen angesagt. Um 08:00 Uhr ist der Treffpunkt der Crew und der Aufbau beginnt. Schnell wird klar, dass wir unseren Zeitplan komplett in die Tonne treten können. Leider hatten wir bei den diversen Einkaufstouren einiges vergessen. Aufgrund der komplizierten Strukturen im Schießstand zieht sich der Lichtaufbau extrem in die Länge. Fehlende Batterien für einen der Monitore tun ihr Übriges. Als dann noch mitten während der Dreharbeiten zur ersten Szene unser Tonmischer ausfällt und wir erst noch einen anderen aus der Stadt abholen müssen, werden die letzten Hoffnungen auf einen pünktlichen Drehschluss beerdigt. Zum Glück tut das der Stimmung keinen Abbruch, da ein gemütlicher Aufenthaltsbereich vorhanden ist. Dank unserer sehr großzügigen Sponsoren ist für jede Menge lecker Essen und Getränke gesorgt.

Vielen Dank auch an dieser Stelle an das Restaurant Iden und die Bäckerei Frank in Stuttgart-Mitte sowie die Bäckerei Schrempf in Stuttgart-Vaihingen für das Essen und an unsere Eltern für Getränke, Besteck und Geschirr!
Ein riesen Dankeschön auch an unser vierköpfiges Maske- und Garderobe-Team! Ihr habt echt einen super Job gemacht! Hier sind drei von ihnen gerade bei der wohlverdienten Essenspause.

Als erstes ist heute die Szene auf dem Schießstand an der Reihe. Drei Punks, unter ihnen unsere Hauptfigur Tom, trainieren auf dem Schießstand. Ein Melder kommt herein und ruft die anderen beiden hinaus. Tom bleibt alleine zurück. Die geplanten Fahrten mit unserem “Shooter Scooter”-Dolly sind zwar vom Boden her kein Problem, machen aber den Lichtaufbau extrem tricky, da fast keine Ecken ungesehen bleiben.
Bei der Arbeit mit Schreckschusswaffen gilt natürlich für alle Anwesenden vor und hinter der Kamera Gehörschutzpflicht!

Dabei natürlich bloß keine Munition sparen! Man hat es ja… Die Ausbeute an leeren Patronen nach dem Dreh war jedenfalls erschreckend groß.

Direkt im Anschluss war die Waschraumszene an der Reihe. Erstaunlich, was man mit Wasserkochern für Effekte erzielen kann…

Zu guter Letzt kam die Szene für die eine große Horde sehr motivierter Komparsen angerückt war: Der Unterricht. Ein HD-Beamer sorgte für ein exzelent helles Bild auf der Leinwand. Tristan Materna für einen authentischen Ausbilder. Unsere Komparsen für aufmerksame Zuhörer.
Die Bretter, die die Welt bedeuten: Unsere gestern Nacht und heute aus einem Schrank gebauten Dolly-Schienen leisten auf dem sandigen Untergrund gute Dienste.

Alles in allem war Drehtag Nummer eins ein sehr anstrengender aber auch sehr interessanter und erfolgreicher Tag! Nach erster Sichtung sind richtig gute Bilder entstanden. Vielen Dank an alle Beteiligten für die sehr gute Arbeit!
T minus 1 - Der letzte Vorbereitungstag
Friday, November 2nd, 200702. November 2007, der letzte Vorbereitungstag. Und es ist noch einiges zu tun! 9 kW Licht und ein Generator für das Catering bei den Außendrehs müssen abgeholt werden.

Dazu kommt noch die Tour zu unseren Essenssponsoren, die sich mehr als lohnt!

Letzte Schliffe an den Kulissen müssen noch erledigt werden. Unter anderem muss noch die Beleuchtung des Schießstands komplett verkabelt werden.

Und, und, und…
Und plötzlich ist es der letzte Tag vor Drehtag 1
Friday, November 2nd, 2007Gerade eben hatten wir noch ewig Zeit um alles genauestens zu planen, noch Monate für die Vorbereitung. Und hast-du-nicht-gesehen ist man schon mittendrin im Stress.
Ein kurzer Blick auf die Uhr: 00:51 Uhr, kurzer Gedankensprung zur To-Do-Liste und dann ein kurzes Aufatmen: “Könnte klappen, wird klappen,… klar klappts.”
Und jetzt gehe auch ich mal schlafen. Morgen ist noch einiges zu tun.























