Wie eine Szene entsteht…
Wednesday, December 5th, 2007
Da der Schnitt gerade ziemlich gut läuft habe ich mir eine kurze Pause gegönnt und verbringe den Abend zur Abwechslung mal zu Hause. Und spontan wird mir langweilig, da findet sich ein wenig Zeit um euch einen kurzen Überblick über die Entstehung einer ausgewählten Szene aus “Sinfonie eines Krieges” zu geben.
Razzia:
Zum Locationscouting gehört entweder viel Erfahrung und Ortskenntnis oder aber eine gehörige Portion Glück und ein offenes Auge für magische Orte. Wir hatten letzteres und mussten “nur” noch die Drehgenehmigung organisieren. Ausserdem ist wichtig bei Locations (vor allem draussen) einige wichtige Punkte zu klären: Strom, Toiletten, Geräuschpegel, eventuell schattenwerfende Umgebung und Erreichbarkeit.
Da wir einen super-freundlichen Hausmeister gefunden haben, hatten wir dort nahezu jeglichen Komfort.
Sobald die Location klar ist, kann sinnvoll am Storyboard gezeichnet werden. Wie löse ich die Szene ohne Achssprünge auf? Welche Einstellungen sind notwendig? Was wird voraussichtlich im Bild sein?
Mit einem guten Storyboard kann eigentlich fast nichts mehr unvorbereitet auftreten. Alle Abteilungen wissen genau was zu sehen sein wird - also kann man gezielt für diese Schüsse planen. Achssprünge können schon in der Planung vermieden werden.
Dann kommt der große Tag. Wenn es nicht Murphies Gesetz gäbe, wäre der Dreh selbst eigentlich nur Routine.
Wenn dann ein Band in der Kamera war, der Kameramann den Auslöser getroffen hat, die Tapes nachher gesichert wurden und der Ton nicht spontan Akkuprobleme hatte, dann könnten am Schluss solche oder ähnliche Bilder enstehen.
Und nach einem bisschen Schnitt, einer gehörigen Portion Farbkorrektur, einer Prise Soundmastering und einigen Happen Soundtrack kommt am Ende ein Film bei raus.
Bei uns hat der Dreh wunderbar funktioniert und euch wünsche ich viel Erfolg bei euren Projekten!
Also bitte nicht den Kopf in den Sand sondern in den Monitor stecken. ![]()






