Das Tüpfelchen über dem I
Was passiert, wenn man eine Woche vor der offiziellen Premiere bemerkt, dass der Film doch noch nicht perfekt ist?
Sonntag, 20:01 Uhr
Konners Handy klingelt: “Hey, du jammerst doch die ganze Zeit, dass dir deine Sprachaufnahme nicht gefällt. Komm her!” - “Jetzt?” - “Nein, morgen… klar, jetzt. Ich fahr den Avid hoch und bau das Mikro auf…” - “Verrückt?” - “Wer? Ich doch nicht!” - “Gut bis gleich.”
Sonntag, 21:32 Uhr
Endlich steht die Technik. Konner krächzt, brüllt, singt im Aufnahmekämmerchen. Aufwärmübungen für die Stimme. Volker gähnt zum ca. 8. Mal. Dann endlich das Signal: “Okay, ich drück dann mal ab. Und … Aufnahme.”
Sonntag, 22:05 Uhr
Volker gähnt zum ca. 21. Mal. Konner spricht tapfer ein. Es klappt noch nicht, aber es wird nicht aufgegeben. Wir bleiben so lange, bis wir fertig sind.
Dann, die Idee! “Du bist wieder mit Söldner42 im Wald, 2 Kugeln stecken in deinen Beinen, du spürst, dass du stirbst. Und jetzt sprich den Vorspann.”
Sonntag, 23:27 Uhr
Es klappt, es wirkt, es ist GUT. Ausspielen und in den Schnitt importieren. Sprache putzen, Monitorfiepen rausfiltern, Bild und Ton synchronisieren und exportieren.
Montag, 00:57 Uhr
Kurze Rekapitulation: Der Film ist deutlich besser. Der Anfang und der Sprecher ist zum ersten Mal wirklich stark. Für Shoot and Cut und die anderen Wettbewerbe ist es zu spät, aber für die DVDs hat es sich gelohnt. Auch die Premiere am 14. März im Kino wird nun tatsächlich eine Premiere sein, da diesen Film noch niemand gesehen hat.
Montag, 01:12 Uhr
Mit gutem Gefühl nach Hause heizen. Das war einfach nötig!

