PREMIERE
Freitag, 14. März 2008, 21:05 Uhr, Filmhaus
Ich bin einfach überwältigt. Überwältigt von dem nicht zu enden scheinenden Strom am Kinoeingang. Ich komme gar nicht nach mit dem Händeschütteln. Langsam wird es deutlich: Das Kino wird bis auf den 200. Platz und die Treppenaufgänge proppe-voll. Einfach der Hammer.
“Vielen, vielen Dank, dass Sie alle gekommen sind. Wir haben es tatsächlich geschafft: Der Saal ist randvoll!”
Ich brauche gar nicht weiterzureden, der Rest geht im Klatschen unter.
FREEZE. Zurückspulen um 2 Stunden.
19:23 Uhr, teamWERK
“Waaaahhhhhhhhh!!!!! Wieso tut dieses be…..ssene verf….te Mpeg HD-Video nicht? Und wieso ruckelt jedes anders codierte Video auf sämtlichen Rechnern? Und wieso ist gerade heute der Beta-Player an den anderen Saal ausgeliehen? UND WIESO FÄLLT UNS DAS ERST JETZT AUF???????”
Ruhe! Einen Kaffee trinken. Nachdenken. Du hast noch eine Notlösung. Sie ist schlecht, aber es muss sein. Die SD-DVD. Okay, das wird schon. Durchatmen, der Saal wird eh nicht ganz voll werden…
Bis auf das kleine Malheur mit dem Vorführ-Video ist die Premiere ein voller Erfolg.
Der Kinosaal ist bis auf den letzten Platz belegt. Der Film sieht gut aus (halt ein wenig video-mäßig Mpeg-platt…) Die Zuschauer sind gut drauf und klatschen selbst noch nach 13 Minuten-Teamvorstellung und spontaner Rede enthusiastisch.
Trotz des schwierigen Themas kommt der Film gut an.
Die drei Kästen Bier sind bereits nach wenigen Minuten leer. Wie zu erwarten war. Der Sekt fließt eher zurückhaltend. Was eher ungewöhnlich war. Und das Team und besonders der Regisseur kommt gar nicht mehr nach, sich mit allen Leuten zu unterhalten. Blumen für die Darsteller (die bis auf Nils alle anwesend waren, der leider nicht kommen konnte - Schade), und Dankes-Worte an das Team (ich konnte gar nicht ausdrücken, wie dankbar ich jedem einzelnen bin!)
Nach 3 anstrengenden Stunden ist es geschafft. Es war eine Premiere, wie man sie sich wünscht. Sie lässt einen vergessen, dass man 12 Monate fast jede Nacht am Film gearbeitet und geschwitzt hat.
Sie zeigt einem WARUM man das ganze überhaupt macht.
Für den sich öffnenden Vorhang, für die Reaktionen des Publikums, für die Stille vor dem Film und den Applaus danach.
Das war definitiv ein würdiger Abschluss für ein fantastisches Projekt. In diesem Jahr haben wir alle so unendlich viel gelernt.
Da ich - da wir die KintzeBros, da alle Menschen hinter dem Projekt - das alles zu einem Großteil den Möglichkeiten durch den Shoot-And-Cut-Award, Sony und slashCAM verdanken, möchte ich mich im Namen aller an dieser Stelle abschließend bedanken.
Vielen Dank slashCAM, dass ihr uns all das Ermöglicht habt!
Es war nicht unser letzter Film. Der nächste steht schon an. Mal ohne Waffen und Krieg - das reicht uns jetzt erst einmal
Es geht also weiter. Ich freue mich schon darauf.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit in den letzten Monaten! Wir würden uns freuen, wenn ihr uns Rückmeldung gebt. Was fandet ihr toll? Was hätten wir anders oder lieber nicht machen sollen. Wie macht ihr es?
Volker Kintzinger (Initiator, Regie uvm.)



July 26th, 2008 at 7:39 pm
Sehr interessanter Bericht. Ich liebe es wenn vom Dreh bis zur Kino Premiere alles detailliert berichtet wird. Freut mich das du es geschafft hast. Immer weiter machen…